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Forschungsprojekte der Professur

In den Forschungsschwerpunkten werden laufend Projekte der Professur Internationale Rech­nungs­legung und Wirtschftsprüfung bearbeitet. Auf dieser Seite finden Sie eine kleine Übersicht über die aktuell laufenden Projekte der Doktoranden der Professur im Rahmen ihrer Promotion.

Wirksamkeit von Corporate Governance Kodizes in öffentlichen Unternehmen und NPOs

Foto einer Gruppe diskutierender Personen © bnblegal

Im privatwirtschaftlichen Bereich stellt der Deutsche Corporate Governance Kodex bereits seit vielen Jahren ein etabliertes Instrument zur Verbesserung der Corporate Governance börsennotierter Unternehmen dar. Dieser Kodex ist durch das comply-or-explain-Prinzip charakterisiert und somit als soft law zu klassifizieren.

Seit einigen Jahren gibt es nun Bestrebungen, Corporate Governance Kodizes auch für öffentliche Unternehmen und Nonprofit Organizations (NPOs) als freiwillige Selbstverpflichtung zu adaptieren. Während die Wirksamkeit der Kodexregulierung in der Privatwirtschaft sehr gut erforscht ist, liegen zur Wirksamkeit eines Einsatzes von Corporate Governance Kodizes in öffentlichen Unternehmen und NPOs kaum empirische Wirksamkeitsevidenzen vor. Dabei differieren die Rahmenbedingungen zwischen privatwirtschaftlichen Unternehmen sowie öffentlichen Unternehmen und NPOs deutlich – insbesondere weil bei letzteren in der Regel kein Kapitalmarkt als Sanktionsmechanismus im Sinne des comply-or-explain-Prinzips existiert. Gleichzeitig ist der Einsatz von Corporate Governance Kodizes in öffentlichen Unternehmen und NPOs in den letzten Jahren massiv gestiegen.

Das Forschungsprojekt dient also zunächst der Evaluation der Wirksamkeit eines Einsatzes von Corporate Governance Kodizes in diesen speziellen Bereichen und identifiziert gleichsam Anwendungsfaktoren, die wirksamkeitsfördernd oder -einschränkend wirken.

Die Verwendung von Non-GAAP Measures in der finanziellen Berichterstattung

Grafik einer Waage © IRWP

Non-GAAP Measures (auch bekannt als Alternative Performance Measures oder Management Performance Measures) bezeichnen unternehmensindividuelle Kennzahlen, die nicht ausdrücklich in einschlägigen Rechnungslegungsstandards definiert sind. Derartige Kennzahlen sind regelmäßig Gegenstand der finanziellen Unternehmensberichterstattung. Befürworter betonen die hierdurch individuelle Darstellung der Unternehmensleistung, während Kritiker auf eine opportunistische Präsentation der Unternehmensleistung hinweisen.  Die Motivation der freiwilligen Veröffentlichung von Non-GAAP Measures ist nicht abschließend erforscht.

In der jüngeren Vergangenheit sind Non-GAAP Measures stärker in den Fokus der Regulatoren gerückt. Neben den durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA veröffentlichten Leitlinien setzt sich das International Accounting Standards Board (IASB) mit der Thematik auseinander.  Im Rahmen des Exposure Drafts „General Presentation and Disclosures“ (ED/2019/7) werden Anhangangaben im Zusammenhang mit Non-GAAP Measures bzw. Management Performance Measures sowie die Einführung von Zwischensummen in der Gewinn- und Verlustrechnung verpflichtend. Die relevanten Gremien möchte hierdurch u.a. die Transparenz individueller Kennzahlen, die Vergleichbarkeit der Abschlüsse und somit die Kommunikation relevanter Informationen in Gänze steigern.  

Im Zuge eines aktuellen Forschungsprojekts wird u.a. untersucht, inwiefern die vorgeschlagenen Reformen des IASB die Investitionsentscheidungen externer Adressaten – unter besonderer Berücksichtigung von Non-GAAP Measures – beeinflussen. Ferner soll untersucht werden, inwiefern reguläre Kennzahlen aus dem Abschluss (GAAP-Measures) und Non-GAAP Measures in den kognitiven Prozessen der Adressaten verarbeitet werden.

Die EU-Taxonomie für nachhaltige Unternehmensaktivitäten

Berücksichtigung von Umweltinformationen gemäß der EU-Taxonomie zur investitionsbezogenen Urteilsbildung

Foto der EU aus Vogelperspektive mit der Aufschrift "The EU Taxonomy" © Jutta Paulus

Im Jahr 2018 veröffentlichte die EU-Komission den Aktionsplan "European Green Deal" zur Finanzierung von nachhaltigem Wachstum im Hinblick auf das Klimaabkommen und die Sustainable Development Goals. Dieser enthält regulatorische Maßnahmen zur Steuerung von Finanzströmen in Richtung einer grünen und klimaresilienten Wirtschaft.

Im Zusammenhang damit steht ein neues einheitliches Klassifikationssystem (EU-Taxonomie), das ein Verständnis für "grüne Investments" liefern soll und mit dem Geschäftsjahr 2021 erstmals von großen Unternehmen implementiert wird. Dies bedeutet eine Erweiterung von Transparenz- und Berichtspflichten für entsprechende Unternehmen, sodass Investoren eine adäquate Informationsgrundlage für eine nachhaltige Geldanlage vorliegt. 

Im Rahmen des Forschungspojekts wird untersucht, ob und in welchem Ausmaß solche zusätzlichen nichtfinanziellen Informationen private sowie professionelle Anleger in ihrer Investitionsbeurteilung beeinflussen. Damit werden Erkenntnisse zu Offenlegungspraktiken angestrebt und zudem die Effektivität der EU-Green-Deal-Regelungen analysiert, sodass weitere praxis- und anlegerorientierte Erkenntnisse für die Standardsetzung folgen können.

Weitere Informationen zur EU-Taxonomie Verordnung finden Sie hier.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Um mit dem Auto vom Campus Nord zum Campus Süd zu gelangen, besteht die Verbindung über den Vogelpothsweg / die Baroper Straße. Wir empfehlen Ihnen, Ihr Auto auf einem der Parkplätze des Campus Nord abzustellen und die H-Bahn (hängende Einschienenbahn) zu nutzen, die die beiden Standorte bequem verbindet.

Direkt unter dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark.

Straßennavigation von und zur Technischen Universität Dortmund:

OpenStreetMap Routing Machine

Das Dokument bzw. die Grafik stellen sehr vereinfacht die Autobahnen und Bundesstraßen rund um die Technische Universität Dort­mund dar:

Umgebungskarte (PDF)

Umgebungskarte (Grafik)

Die Onlinekarte unterstützt beim Auffinden von und Navigieren zwischen Einrichtungen und Gebäuden auf dem Campus:

Interactive campus map

Dieses Dokument enthält einen einfachen Campusplan in deutsch und englisch:

Campusplan (PDF)