Zum Inhalt
Fakultät Wirtschaftswissenschaften

PwC Preisverleihung Wintersemester 2025/2026

Foto von Prof. Dr. Andreas Hoffjan, Prof. Dr. Christiane Pott (TU Dortmund) Nils Wenzel, Arne Dornemann, Jonas Weißbauer, Lilly Koch (Preisträger*innen) Malte Krewinkel, Jan Birkner, Lennart Kreyßing (PwC) © TU Dortmund ​/​ IRWP
Prof. Dr. Andreas Hoffjan, Prof. Dr. Christiane Pott (TU Dortmund), Nils Wenzel, Arne Dornemann, Jonas Weißbauer, Lilly Koch (Preisträger*innen), Malte Krewinkel, Jan Birkner, Lennart Kreyßig (PwC)
Vier herausragende Arbeiten ausgezeichnet

Am 22. Mai 2026 würdigte die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Dortmund erneut herausragende akademische Leistungen. Im Rahmen der 35. Preisverleihung prämierte die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) besonders gelungene Abschlussarbeiten aus den Fachgebieten Controlling, Rech­nungs­legung, Wirt­schafts­prüfung und Steuern.

Arne Dornemann untersucht in seiner Masterarbeit “Datenbasierte Innovationen und künstliche Intelligenz in der Wirt­schafts­prüfung – Eine systematische Literaturanalyse” den Einfluss datenbasierter Innovationen und künstlicher Intelligenz auf die externe Abschlussprüfung anhand einer systematischen Literaturanalyse. Im Fokus steht, wie Technologien wie Big Data Analytics, KI und Machine Learning den Prüfungsprozess sowie die Effizienz und Qualität von Abschlussprüfungen verändern. Zudem analysiert die Arbeit die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Berufsbild von Wirtschaftsprüfern und identifiziert Herausforderungen wie Datenqualität, regulatorische Unsicherheiten und Kompetenzlücken im Berufsstand.

In ihrer Bachelorarbeit “Kapitalbeschaffung und Investitionsfähigkeit von Übertragungsnetzbetreibern - Mehr als nur ein angemessener Eigenkapitalzinssatz?” befasst sich Lilly Koch mit der Kapitalbeschaffung und Investitionsfähigkeit von Übertragungsnetzbetreibern im Kontext der Energiewende und des notwendigen Stromnetzausbaus. Dabei analysiert sie, wie regulatorische Rahmenbedingungen über den Eigenkapitalzinssatz hinaus die Finanzierung großer Netzinvestitionen beeinflussen. Im Fokus stehen insbesondere die regulatorischen Konzepte Financeability, Investability und Financial Resilience sowie deren Bedeutung für die Sicherstellung der Investitionsfähigkeit.

Die Masterarbeit „Steuerung von IT-Dienstleistern im Kontext einer BI-Systemmigration“ von Jonas Weißbauer untersucht die Implementierung eines Business-Intelligence-Systems beim IT-Dienstleister Materna. Im Fokus steht der Aufbau einer Datenbasis zur Steuerung projektorientierter, wissensbasierter Dienstleistungen. Zentrale Aspekte sind die Analyse des Personaleinsatzes und die Steuerung von Projekten mithilfe multidimensionaler Datenwürfel, etwa zur Auslastungs- und Projektanalyse. Berücksichtigt werden zudem interne Leistungsverflechtungen, ein standardisiertes Auslastungsberichtswesen sowie projektbedingte Besonderheiten wie azyklische Fakturierungen. Abschließend werden bestehende Daten- und Prozesslimitationen sowie mögliche Verbesserungen diskutiert.

Nils Wenzel analysiert in seiner Bachelorarbeit “Chancen und Risiken des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in der Wirt­schafts­prüfung, in welchen Bereichen KI-Prüfungsprozesse effizienter gestalten, große Datenmengen auswerten und die Qualität der Abschlussprüfung potenziell verbessern kann. Gleichzeitig werden zentrale Herausforderungen wie Transparenzprobleme von KI‑Systemen, rechtliche und regulatorische Unsicherheiten, ethische Fragen sowie praktische Implementierungshürden betrachtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den möglichen Veränderungen des Berufsbildes von Wirtschaftsprüfern sowie den daraus entstehenden neuen Kompetenzanforderungen. Auf Basis der Analyse werden abschließend Handlungsempfehlungen für Prüfungspraxis und Regulierung zum verantwortungsvollen Einsatz von KI entwickelt.

Die PwC‑Preisverleihung ehrt jedes Semester herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die sich durch eine besondere Verbindung von theoretischer Fundierung und praktischer Relevanz auszeichnen. Auch in diesem Jahr zeigte sich, dass die ausgezeichneten Arbeiten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Forschung leisten, sondern zugleich wertvolle Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft geben.


Wir gratulieren der Preisträgerin und den Preisträgern recht herzlich!